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Wissenswertes über Trippen

und von wem Trippen getragen wurden

Adel

Der Adel schützte seine edlen Schuhe oder Beinlinge in Räumen mittels Ledertrippen, im Freien verwendete er hierfür Holztrippen. Stärker als die Funktionalität bestimmte hier das Modebewusstsein das Aussehen der Trippen. Sie waren ein Mittel der Selbstdarstellung, ein wichtiges Modeaccessoir geworden, mit dem man sich gegenseitig in Pracht und Originalität übertrumpfen wollte.

Stadtbürger

Viele Stadtbewohner versuchten den Adel zu imitieren, und nahmen begierig jede neue Modeströmung auf.

Neben dem Modebewusstsein Einiger, zwang der desolate Zustand der Strassen (Schlamm,Unrat, Fäkalien usw.) auch die Übrigen, Füße und Schuhe zu schützen.

Landbevölkerung

Auch in der Landbevölkerung müssen Trippen oder trippenähnliche Untersätze getragen worden sein

Wer sich Lederschuhe leisten konnte, musste sie vor Feuchtigkeit schützen, da diese konstruktionsbedingt (wendegenäht) nicht dicht sein konnten.

Undenkbar erscheint, dass Menschen, die barfuss oder mit Wickeln liefen, keine Massnahmen gegen Nässe und Kälte trafen. Sie nahmen Materialien, die sie vor Ort fanden (Holz, Rinde, ...) und schnallten es unter die Füsse. Das Aussehen wurde hier geprägt durch regional-geologische (steinig, sandig, feucht,...), aber auch durch arbeitsbedingte Faktoren (Arbeiten im Moor, auf dem Feld, im Stall, in der Werkstatt,...)

Zeitgeschichtlicher Rahmen

Trippen wurden im Hoch- und im Spätmittelalter getragen.

Erste Funde belegen, daß Trippen ab ca. 1200 getragen wurden, was aber nicht bedeutet, dass es sie nicht möglicherweise schon früher gab.

Gegen 1500 setzen sich rahmengenähte Schuhe gegen die traditionell wendegenähten Schuhe durch.

Damit verschwinden auch die Trippen allmählich aus Europa.

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